Wie lange speichert die SCHUFA die Angaben zur Insolvenz?

Die Schufa speichert die Eröffnung der Verbraucherinsolvenz drei Jahre lang in ihrem Register und später werden die einzelnen Verfahrensschritte vermerkt – erst zehn Jahre nach Insolvenzbeginn ist man für die Schufa wieder ein unbeschriebenes Blatt.

Die SCHUFA dient ca. 4.500 Unternehmen in Deutschland wie Banken, Telefonanbietern, Versandhäusern, Leasinggesellschaften und sonstigen Unternehmen dazu, die Zahlungsfähigkeit zukünftiger Vertragspartner zu überprüfen.

Das klingt harmlos, aber die Betroffenen wissen: Ein negativer Vermerk in der Schufa und die Teilnahme am modernen Konsumleben ist versagt. Sie werden geradezu Menschen zweiter Klasse.

Eingetragen werden in die Schufa insbesondere nicht erfüllte Kreditgeschäfte, die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung usw. und selbstverständlich auch die Eröffnung einer Verbraucherinsolvenz.

TipDie Schufa erfährt über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens aus den öffentlichen Bekanntmachungen der Insolvenzgerichte. Je nach Bundesland werden die Insolvenzverfahren in einer regionlen Tageszeitung veröffentlicht und selbstverständlich im Bundeanzeiger und auf der Webseite: www.insolvenzbekanntmachungen.de

Die Schufa speichert die Einträge zur Verbraucherinsolvenz wie folgt:

Die Eröffnung der Verbraucherinsolvenz und deren Beendigung zum Schlusstermin jeweils 3 Jahre zum Jahresende.

Falls ein Insolvenzantrag abgewiesen wurde, jeweils 5 Jahre zum Jahresende.Während der Wohlverhaltenszeit ist die Ankündigung der Restschuldbefreiung gespeichert.Am Schluss des sechsjährigen Gesamtverfahrens speichert die Schufa den erfolgreichen Abschluss nochmals für 3 Jahre.

Im Klartext: Erst zehn Jahre nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens gelten Sie für die Schufa wieder als unbeschriebenes Blatt.

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