5. Eröffnen Sie ein neues Konto

Zur Vorbereitung einer Insolvenz ist es besonders wichtig, dass Sie ein neues Gehaltskonto einrichten. Befindet sich das derzeitige Gehaltskonto im Minus, ist ein neues Konto geradezu überlebenswichtig.

Mit dem neuen Konto vermeiden Sie zweierlei:

Kontopfändung: Weil das Konto neu ist und deswegen kein Gläubiger kennt, kann es vorläufig nicht gepfändet werden.

Totalverlust eines Monatseinkommens: Ist Ihr Gehaltskonto derzeit im Minus, wird die Bank das Konto schließen, sobald sie von der Insolvenz erfährt. Dann fehlt Ihnen ein Monatsgehalt. Die Freigabe ist nicht gerichtlich erzwingbar, weil die Bank Ihr Gehalt mit den Schulden verrechnen darf.

Eröffnen Sie deswegen ein Guthabenkonto bei einer neuen Bank. Die alte Bank behandeln Sie nun als Gläubiger und heften den Vorgang in den Gläubiger-Ringbuchordner ein.

Haben Sie negative Schufa-Einträge und ist zu befürchten, dass Ihnen ein neues Konto verweigert wird, befolgen

Sie bitte folgenden Tipp:

Gehen Sie zu einer Bank, die Sie nicht kennt und sagen Sie folgenden Zauberspruch: Guten Tag, ich war in der Schuldenberatung, mein Anwalt schickt mich, ich muss ein Insolvenzverfahren machen und benötige ein neues Konto, mein altes Konto ist gesperrt.

Das klappt immer und wenn nicht auf Anhieb, dann beim zweiten Mal.

Sobald das neue Konto eingerichtet ist, lassen Sie Ihr Einkommen dorthin überweisen. Ändern Sie außerdem alle wichtigen Zahlungen, wie Miete, Telefon, usw. Das neue Konto keinesfalls den alten Gläubigern verraten. Also auch nichts überweisen.

Das neue Konto bleibt natürlich nur bis zum nächsten Offenbarungseid unentdeckt. Aber das dauert ein Weilchen und bis dahin sind Sie längst in der Verbraucherinsolvenz.

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