Lexikon: Pfändung bei Privatinsolvenz

Falls man Ihr Einkommen bereits pfändet, ist Ihnen die Pfändungsgrenze bekannt.

Die Pfändungsgrenzen bei der Gehaltspfändung und der pfändbare Betrag in der Privatinsolvenz ist gleich.

Die Pfändung bei Privatinsolvenz ist in der Verbraucherinsolvenz also genau die gleiche wie bei einer Gehaltspfändung. Die Pfändungsgrenze entnimmt man der gesetzlichen Pfändungstabelle und kann man genau berechnen.

Will man allerdings eine Regelinsolvenz beantragen, weil man selbständig tätig ist, muss man wissen, dass es für die Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit keinerlei Pfändungsgrenze gibt.

Der Insolvenzverwalter kann einer selbständig tätigen Person also die gesamten Einnahmen wegnehmen, selbst wenn diese dann gezwungen ist, zum Amt zu gehen und ALG II zu beantragen.

Das pfändbare Einkommen wird anhand der gesetzlichen Pfändungstabelle jeden Monat neu berechnet. Die Berechnung nimmt der Arbeitgeber vor oder eben die andere Einkommens-Stelle.

Das nicht pfändbare Einkommen steht nur Ihnen zu. Davon müssen und davon sollen Sie keine Schulden bezahlen!

Liegen Sie unterhalb der Pfändungsgrenze, stellen Sie jeglichen Schuldendienst ein. Das ist Ihr gutes Recht und Sie werden überrascht sein, wieviel Geld wieder zum Leben verbleibt.

Haben Sie die Zahlungen eingestellt, werden die Gläubiger wahrscheinlich versuchen, Ihr Konto zu pfänden. Dem können Sie zwar für eine Weile mit einigen Tricks entgehen. Langfristig hilft aber nur die Verbraucherinsolvenz.

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