Dem Unternehmen mit dem Liquiditätseffekt des Insolvenzgeldes Wettbewerbsvorteile verschaffen

Lassen Sie das Unternehmen drei Monate ohne Lohnkosten produzieren. Der dabei entstehende Liquiditätseffekt ist gewaltig.

Der Begriff „lnsolvenzgeld“ ist bekannt: Die Arbeitnehmer eines insolventen Unternehmens erhalten die Löhne für längstens drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit ausbezahlt. Dies gilt auch für das Schutzschirmverfahren ESUG.

Sind im Idealfall noch keine Löhne rückständig, kann das Unternehmen während der Insolvenzeröffnungsphase für drei Monate produzieren, ohne Löhne zu bezahlen. Dies erzeugt einen erheblichen Liquiditätseffekt:

Bei einem Unternehmen sind 50 Mitarbeiter beschäftigt. Die monatliche Lohnsumme beträgt 150 000 Euro. Das Unternehmen beantragt zum 01.02. den Schutzschirm. Bis dahin bestehen keine Lohnrückstände.

Das Unternehmen kann nun für die kommenden drei Monate Februar, März, April ohne Lohnkosten bezahlen. Das heißt, die Produktionskosten vermindern sich für die nächsten drei Monate um 450.000 EUR.

Dieser Liquiditätseffekt ist in der Praxis aber noch höher, weil das Unternehmen darüber hinaus Aufträge annehmen kann, die im „normalen“ Leben nicht kostendeckend sind. Das Unternehmen halt einen Preisvorteil gegenüber der Konkurrenz.

Der Liquiditätseffekt des Insolvenzgeldes ermöglicht es außerdem, mit Beantragung des Schutzschirmverfahren ESUG den Betrieb am Laufen zu halten.

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